02.09.2020

Am 2. September jährt sich zum 60igsten Mal das größte Unglück in der Geschichte des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr. 16 Menschen verloren damals ihr Leben und 26 wurden teils schwer verletzt. Erst am Vortag waren Soldaten einer US-Panzerdivision in Grafenwöhr eingetroffen. Am Freitag, den 2. September, schlugen sie im Zeltkamp Kasserine ihre Quartiere auf. Um 9.20 Uhr war ein helles Pfeifen zu hören und innerhalb einer Nanosekunde kam es zu einer verheerenden Explosion mitten in der Zeltstadt. Eine 21-cm-Granate einer US-Haubitze wurde in der Nähe des Ortes Hopfenohe abgeschossen und schlug drei Kilometer hinter dem eigentlichen Ziel in das Camp Kasserine ein. Vermutlich hatte die Granate eine zu starke Treiblandung erhalten.

Der Fehlschuss richtete einen verheerenden Schaden an. Die Opfer gehörten zu einer Aufklärungskompanie des 12. US-Kavallerie-Regiments und wurden versehentlich von einem anderen US-Soldaten  getötet.

Zwei Tage später fand in der Nähe der Unglücksstelle eine Trauerfeier statt. Die Stahlhelme der Toten wurden auf einem Altar aufgereiht und die betroffene Einheit nahm rundherum Stellung - die Plätze der toten Kameraden blieben frei.

60 Jahre nach dem Unglück soll diese Geschichte an die Opfer erinnern. Grundsätzlich sind die Sicherheitsstandards am Truppenübungsplatz sehr hoch, so dass sich in über 100 Jahren Schießbetrieb nur wenige Unfälle ereignet haben.

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