Der Schwarze Berg im Truppenübungsplatz liegt 563 Meter über dem Meeresspiegel und bietet einen eindrucksvollen Ausblick über den Übungsplatz und das Oberpfälzer Hügelland.

Den Gipfel des Berges zieren zwei Türme. Der höhere „Metallriese“ ist 27 Meter hoch und 2001 entstanden. Im obersten Stockwerk thront eine gläserne Beobachtungskanzel, die der US-Armee in erster Linie zur Überwachung des Luftraums dient.

Der kleinere ältere aus Reichsformatziegeln und einer betonierten Beobachtungskanzel erbaute Turm, wurde 1926 fertiggestellt. Wie im Buch „Truppenübungsplatz Grafenwöhr – Gestern und Heute“ von Gerald Morgenstern beschrieben, wurde dieser nach General Rudolf Bleidorn, dem Inspekteur der Artillerie Deutschlands während der Reichswehrzeit benannt.

Bleidornturm

Schon in den Anfängen des Truppenübungsplatzes gab die Königlich Bayerisch Armee den Schwarzen Berg seinerzeit als Ausflugsziel für die Bevölkerung frei. Der Weg dorthin führte vom Bahnhof Langenbruck (nähe Vilseck) über das Erzhäusl hinauf zum Aussichtspunkt. Heute beherbergt der 21 Meter hohe Turm nur noch Relaisstationen der Bundeswehr-Funkanlagen, für Besucher ist er nicht mehr zugänglich. Ein Backstein des Bleidornturms weist eine Besonderheit auf, denn man munkelt, dass Elvis Presley, der zwischen 1958 und 1960 mehrmals als Soldat in Grafenwöhr zum Manöver war, seinen Namen „Elvis – ´GI“ in den historischen Turm ritzte. Bei den Truppenübungsplatzfahrten des Kultur- und Militärmuseums ist der Schwarze Berg stets Programm und die Suche nach dem in Stein gemeißelten „Elvis-Autogramm“ gilt als besondere Attraktion, vor allem unter Elvis-Fans.

Vom Schwarzen Berg aus ist ein Blick in die Impact Area (Schießgebiet) möglich. Bei günstiger Witterung erwartet Besucher ein Blick zum Rauhen Kulm, in das Fichtelgebirge und bis nach Tschechien. Einer der vielen Orte auf dem Truppenübungsplatz, der nur durch organisierte Busfahrten erreicht werden kann und ein besonderes Erlebnis ist.

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